Isabell Neubert: „Der AI Act ist das Minimum, aber verantwortungsvoller KI-Einsatz geht weiter."
Shownotes
Im neuen coeo Videocast spricht Dr. Rainer Demski mit Isabell Neubert, Manager AI/IT Governance & Regulatory Tech bei der coeo Group, über die Herausforderungen, die der EU AI Act für Unternehmen mit sich bringt und was es wirklich bedeutet, KI verantwortungsvoll zu implementieren.
KI ist längst überall: in IT-Systemen, Browsern, APIs. Täglich kommen neue Tools auf den Markt, die Mitarbeitende ohne klare Leitlinien einfach nutzen könnten. Für Neubert ist genau das eine der größten Herausforderungen, vor denen Unternehmen heute stehen: fehlende Standards, Kompetenzlücken und ein regulatorisches Umfeld, das sich noch im Aufbau befindet.
Der EU AI Act ist beschlossene Sache, doch seine vollständige Implementierung wirft noch viele Fragen auf. Neubert erklärt, warum es trotzdem sinnvoll ist, jetzt zu handeln: „Was wir uns fragen müssen, ist: Welche Prinzipien stehen dahinter?" Wer Use Cases anhand fundamentaler Rechte bewertet und Hochrisikosysteme frühzeitig identifiziert, schafft Governance-Strukturen, die langfristig tragen, unabhängig davon, ob der digitale Omnibus noch Vereinfachungen bringt.
Auch die internationale Dimension spielt eine Rolle: Als europaweit aufgestelltes Unternehmen mit Standorten unter anderem in Großbritannien muss coeo KI-Governance grenzübergreifend denken. Denn der AI Act gilt überall dort, wo europäische Bürgerinnen und Bürger betroffen sein könnten.
Was den Umgang bei coeo für Neubert besonders macht: AI Governance ist hier nicht nachgelagert, sondern gleichrangig mit Legal und Compliance verankert und das Management Buy-in ist real. Gleichzeitig bleibt der Innovationsgeist erhalten. KI-Compliance und Gestaltungswille schließen sich nicht aus, sie bedingen einander.
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